CITYWATT führt Plug & Charge an mehr als 50 HPC-Standorten ein

Automatisierte Authentifizierung und Abrechnung vereinfachen öffentli-ches Schnellladen für Fahrer und Flotten

5. Februar 2026

Plug and Charge bei Schnelladeparks

Der bayerische Ladeparkbetreiber CITYWATT erweitert sein öffentliches Schnellladenetz um die Plug & Charge-Funktionalität gemäß ISO 15118. An mehr als 50 High-Power-Charging-Standorten ermöglicht CITYWATT damit ab sofort das automatisierte Laden ohne RFID-Karte, App oder manuelle Autorisierung – vorausgesetzt, im Fahrzeug ist ein entsprechender e-Mobilitätsvertrag hinterlegt. Mit der Einführung von Plug & Charge setzt CITYWATT einen weiteren Meilenstein im Ausbau seines Schnellladenetzes und unterstreicht seine Investitionsstrategie in zukunftssichere, interoperable Ladeinfrastruktur.

Für e-Fahrer bedeutet Plug & Charge einen deutlich vereinfachten Ladevorgang: Einfach einstecken genügt. Authentifizierung und Abrechnung erfolgen automatisch über den hinterlegten Vertragspartner. Insbesondere für Vielfahrer, Flottenkunden und Dienstwagenfahrer reduziert dies den Aufwand und verbessert die Ladequalität an öffentlichen Ladepunkten. Gleichzeitig trägt Plug & Charge dazu bei, Hürden im öffentlichen Laden abzubauen und die Akzeptanz der Elektromobilität zu erhöhen.

Plug & Charge basiert auf dem internationalen Standard ISO 15118, der eine zertifikatsbasierte Authentifizierung zwischen Fahrzeug und Ladesäule ermöglicht. Die Identifikation erfolgt über PKI-basierte Fahrzeugzertifikate, die Abrechnung wird über den hinterlegten e-Mobilitätsvertrag des Nutzers abgewickelt. Die Kommunikation ist TLS-verschlüsselt. Die Technologie wird zunehmend von Fahrzeugherstellern wie Mercedes-Benz, Porsche, Audi, BMW oder Ford implementiert und von Ladeinfrastrukturbetreibern sowie Roaming-Plattformen in Europa ausgerollt.

Roamingfähig in über 50 CITYWATT-HPC-Ladeparks
CITYWATT hat nun Plug & Charge in seinen HPC-Ladeparks implementiert und über Roaming-Systeme angebunden. Damit ist das automatisierte Laden für alle Fahrer möglich, die einen kompatiblen Tarif bei ihrem e-Mobilitätsanbieter hinterlegt haben. 

Die Verfügbarkeit hängt von der ISO-15118-Implementierung im Fahrzeug sowie der Unterstützung durch den jeweiligen eMSP und Roaming-Partner ab; selbstverständlich bleiben bekannte Authentifizierungsverfahren wie RFID oder App bei CITYWATT verfügbar. Plug-&-Charge-fähige Ladepunkte werden in kompatiblen OEM-Navigationssystemen priorisiert angezeigt und können daher die Routenplanung weiter erleichtern.  

Technologische Basis für interoperables Schnellladen
Die Implementierung von Plug & Charge erfordert die Integration von Ladehardware, Backend-Systemen, Zertifikatsinfrastruktur und Roaming-Clearingprozessen. CITYWATT betreibt ein ISO-15118-fähiges Backend inklusive Zertifikatsmanagement und Echtzeit-Autorisierung und hat hierfür seine Ladeparks und Systeme modernisiert. Damit schafft das Unternehmen die Grundlage für skalierbare und interoperable Schnellladeinfrastruktur, um Ladeprozesse für Kunden und Flotten so einfach, sicher und komfortabel wie möglich zu gestalten.

„Plug & Charge ist ein wichtiger Schritt hin zu einem nahtlosen Ladeerlebnis, das den Alltag von Elektrofahrern spürbar vereinfacht - es macht Laden noch einfacher als Tanken: einstecken, laden, weiterfahren“, sagt Harald Praml, Gründer und CEO von CITYWATT und ergänzt: „Wir sehen interoperables, automatisiertes Laden als zentralen Baustein für den Durchbruch der Elektromobilität im Massenmarkt und investieren gezielt in Technologien, die den Nutzer in den Mittelpunkt stellen.“

Ausblick: Skalierung und Interoperabilität im Fokus
CITYWATT plant, die Plug & Charge-Funktionalität schrittweise auf weitere AC-Ladepunkte auszuweiten und die Interoperabilität mit OEMs, e-Mobilitätsanbietern und Roaming-Plattformen weiter auszubauen. Ziel ist es, den Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur weiter zu vereinfachen und Elektromobilität im Alltag noch nahtloser nutzbar zu machen.

Plug & Charge (ISO 15118) – kurz erklärt

Was ist Plug & Charge?
Plug & Charge (PnC) ist eine Authentifizierungs- und Abrechnungsmethode für Elektrofahrzeuge, bei der der Ladevorgang automatisch startet, sobald das Fahrzeug angeschlossen wird. Eine manuelle Autorisierung per RFID-Karte, App oder QR-Code ist nicht erforderlich.

Technischer Standard
Plug & Charge basiert auf dem internationalen Kommunikationsstandard ISO 15118. Fahrzeug und Ladesäule authentifizieren sich über digitale Zertifikate (Public-Key-Infrastruktur, PKI). Die Kommunikation erfolgt TLS-verschlüsselt.

Abrechnung
Die Abrechnung erfolgt über den im Fahrzeug hinterlegten e-Mobilitätsvertrag (eMSP). Die Ladesäule übermittelt die Sessiondaten über Backend- und Roaming-Systeme an den Vertragspartner.

Voraussetzungen
ISO-15118-fähiges Fahrzeug
Plug-&-Charge-Unterstützung durch OEM und eMSP
ISO-15118-fähige Ladeinfrastruktur (EVSE) und Backend
Roaming- und Clearing-Integration

Vorteile
Reduzierte Interaktionsschritte beim Laden
Automatisierte Authentifizierung und Abrechnung
Geringerer administrativer Aufwand für Flotten
Standardisierte, interoperable Kommunikation

FAQ: 
Plug & Charge bei CITYWATT – Fragen und Antworten für Fuhrparkmanager

Welche Fahrzeuge unterstützen Plug & Charge?
Plug & Charge wird zunehmend von OEMs in Serienfahrzeugen implementiert. Die Verfügbarkeit hängt vom jeweiligen Modell, der Softwareversion und der OEM-Strategie ab.

Welche e-Mobilitätsanbieter (eMSP) werden unterstützt?
Plug & Charge funktioniert mit eMSPs, die ISO-15118-Zertifikate und Roaming-Schnittstellen unterstützen. Die konkrete Interoperabilität hängt von der Integration des jeweiligen eMSP und der Roaming-Plattform ab.

Funktioniert Plug & Charge im Roaming?
Ja, sofern eMSP, Roaming-Plattform und Ladeinfrastruktur Plug & Charge interoperabel unterstützen. CITYWATT hat die Funktionalität in seine Roaming-Systeme integriert.

Was passiert beim Fahrzeugwechsel im Fuhrpark?
Da die Authentifizierung nutzerbasiert erfolgt, ist kein erneutes Onboarding auf Fahrzeugebene erforderlich. Voraussetzung ist, dass der e-Mobilitätsvertrag im Fahrzeug hinterlegt wird.

Wie erfolgt die Abrechnung im Fuhrpark?
Ladevorgänge werden dem hinterlegten e-Mobilitätsvertrag zugeordnet und können über eMSP- und Flottenreporting-Systeme ausgewertet werden.

Ist Plug & Charge sicher?
Die Authentifizierung basiert auf PKI-Zertifikaten, kurzlebigen Schlüsseln und TLS-verschlüsselter Kommunikation. Sicherheitsmechanismen verhindern Manipulation und unautorisierte Nutzung.

Was passiert, wenn Plug & Charge nicht verfügbar ist?
RFID-Karte, App oder andere Authentifizierungsverfahren bleiben als Fallback verfügbar.

Welche Vorteile bietet Plug & Charge für Flotten?
Reduzierter administrativer Aufwand
Vereinfachtes Fahrer-Onboarding
Konsistenter Ladevorgang ohne manuelle Interaktion
Potenzial zur Standardisierung von Ladeprozessen im Fuhrpark

Ist Plug & Charge bereits flächendeckend verfügbar?
Die Technologie befindet sich im Markt-Rollout. OEMs, CPOs und eMSPs erweitern Plug & Charge-Funktionen schrittweise; die Marktdurchdringung nimmt zu.