Kostenfalle CO₂-Abgabe & Maut
Durch die Erhöhung der CO₂-Bepreisung und die Ausweitung der Lkw-Maut auf Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen steigen die Betriebskosten für Diesel-Flotten massiv an.
E-Lkw Fuhrpark: So gelingt Logistikflotten die Umstellung
Die Elektrifizierung von Lkw- und Schwerlastflotten hängt nicht nur vom Fahrzeug ab. Entscheidend sind Ladeinfrastruktur am Depot, Netzanschluss, Lastmanagement und eine passende Ladestrategie. Mit einer integrierten Planung reduzieren Speditionen und Entsorgungsunternehmen Ausfallzeiten, optimieren die TCO (Total Cost of Ownership) und gestalten den Umstieg auf E-Lkw zuverlässig.
Die zögerliche Umstellung von Speditions-, Lieferdienst- und Abfallwirtschaftsfahrzeugen auf E-Antriebe entwickelt sich zunehmend zu einer wirtschaftlichen und rechtlichen Belastung:
Durch die Erhöhung der CO₂-Bepreisung und die Ausweitung der Lkw-Maut auf Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen steigen die Betriebskosten für Diesel-Flotten massiv an.
Verschärfte Emissionsvorschriften und kommunale Null-Emissions-Zonen (Zero-Emission Zones) schließen konventionelle Verbrenner zum Teil von der City-Logistik und der kommunalen Entsorgung aus.
Die Beantragung und Installation von MW-Ladepunkten (Megawatt Charging System, MCS) dauert oft mehere Monate bis zu Jahren. Wer zu spät startet, steht ohne betriebsbereite Ladeinfrastruktur da.
Wie funktioniert der Aufbau der passenden Ladeinfrastruktur?
Die Ladeinfrastruktur für Schwerlastflotten basiert auf einer exakten Netzkapazitätsanalyse und dem passenden Mix aus Depot- und Unterwegsladen. Da Nutzfahrzeuge hohe Batteriekapazitäten besitzen, müssen Ladezyklen intelligent in die Standzeiten integriert werden.
[Netzanschlussprüfung] ➔ [Depot-Ladedesign (AC/DC)] ➔ [Energiemanagement & Speicher]
• Netzanschluss und Lastmanagement: Vorab muss die verfügbare Leistung des lokalen Netzbetreibers geprüft werden. Ein dynamisches Lastmanagement verhindert teure Lastspitzen (Peak Shaving).
• Depot-Laden über Nacht: Für Müllfahrzeuge und innerstädtische Lieferdienste reichen oft DC-Lader mit 50 bis 150 kW, da die Fahrzeuge nachts ausreichend lange stehen.
• Megawatt Charging (MCS) für den Fernverkehr: Im schweren Fernverkehr müssen Zwischenladungen während der gesetzlichen Lenkzeiten (45 Minuten) mit bis zu 1 Megawatt (1.000 kW) erfolgen.
Wie sieht die perfekte Routen- und Ladeplanung aus?
Traditionelle Routenplaner reichen für E-Flotten nicht aus. Eine perfekte Reichweiten- und Tourenoptimierung gelingt nur durch die digitale Verknüpfung von Fahrzeugdaten und Infrastruktur.