🏷️ Thema: E-Mobilität | 👥 Für wen? Fuhrparkverantwortliche, Logistikunternehmen | ⏱️ Lesezeit: ca. 6 Minuten

Die Diesel-Kostenfalle kommt: Was Speditionen jetzt tun müssen

Ab dem 1. Januar 2028 verteuert der EU-ETS 2 fossile Kraftstoffe wie Diesel über einen europäischen Zertifikatemarkt mit begrenzter Zertifikatemenge. Für Speditionen bedeutet das: CO₂-Kosten werden stärker vom Markt beeinflusst und können die Dieselpreise zusätzlich belasten. Wer seine Flotte jetzt nicht auf Effizienz, Elektrifizierung und transparente Kostensteuerung vorbereitet, riskiert dauerhaft steigende Betriebskosten.

Was ist der EU-ETS 2?

Der EU-ETS 2 ist ein europäischer CO₂-Handel für fossile Brennstoffe wie Diesel. Brennstofflieferanten müssen Zertifikate kaufen und geben die Kosten voraussichtlich über den Kraftstoffpreis weiter. Für Speditionen wird Diesel dadurch zusätzlich belastet.

Warum wird Diesel zum Kostenrisiko?

Die verfügbare Zertifikatemenge ist begrenzt und wird langfristig reduziert. Wie sich daraus der CO₂-Preis entwickelt, hängt von Angebot und Nachfrage am Zertifikatemarkt sowie den vorgesehenen Marktstabilisierungsmechanismen ab. Für Speditionen entsteht damit ein zusätzliches Kostenrisiko, das bei der langfristigen Flotten- und Investitionsplanung berücksichtigt werden sollte.

Was bedeutet das pro Liter Diesel?

CO₂-Preis CO₂-Kosten je Liter Diesel*
45 €/t CO₂ ca. 11,9 Cent
65 €/t CO₂ ca. 17,2 Cent
100 €/t CO₂ ca. 26,5 Cent
150 €/t CO₂ ca. 39,8 Cent

*Netto-Rechenbeispiel. Bei 500.000 Litern Jahresverbrauch bedeuten 100 €/t CO₂ rund 132.500 Euro zusätzliche Kosten pro Jahr.

Wie können Speditionen ihre Flotte jetzt vorbereiten?

1. Verbrauch und CO₂-Kosten erfassen
Analysieren Sie Dieselverbrauch, Emissionen und Kosten je Fahrzeug und Tour. So erkennen Sie besonders teure Einsatzprofile und können CO₂-Risiken frühzeitig in Angebote und Verträge einplanen.

2. Geeignete Touren elektrifizieren
Besonders geeignet sind planbare Regionaltouren mit Rückkehr zum Depot, festen Routen und ausreichenden Standzeiten. Neben der Reichweite zählen dabei auch Nutzlast, Ladezeit und die verfügbare Leistung am Standort.

3. Ladeinfrastruktur vorausschauend planen
Ladepunkte müssen zur Flotte und zum Betriebsablauf passen. Berücksichtigen Sie Netzanschluss, Ladeleistung, Standzeiten, Lastmanagement und eine mögliche Erweiterung der Flotte.

4. Eigenen Strom intelligent nutzen
Photovoltaik, Batteriespeicher und intelligentes Laden können Energiekosten senken, Lastspitzen reduzieren und den selbst erzeugten Strom direkt für die Fahrzeuge nutzbar machen.

5. Gesamtkosten vergleichen
Vergleichen Sie nicht nur Kaufpreise, sondern die Total Cost of Ownership (TCO): Energie, CO₂-Kosten, Maut, Wartung, Infrastruktur und Betriebskosten. So wird sichtbar, bei welchen Touren ein Elektrofahrzeug wirtschaftlich sinnvoll ist.

Aus der CITYWATT-Praxis
„Die Frage ist nicht, ob sich Logistik elektrifiziert, sondern wie wirtschaftlich sie umgesetzt wird. Wer Fahrzeuge, Touren und Energieversorgung frühzeitig zusammen plant, reduziert Kostenrisiken und schafft einen echten Wettbewerbsvorteil.“

Unser Angebot

CITYWATT verbindet Fuhrparkanalyse, Ladeinfrastruktur, Netzanschluss sowie PV, Speicher und Lastmanagement zu einer 360°-Lösung. Das schafft eine elektrische Flotte, die nicht nur fährt, sondern langfristig wirtschaftlich funktioniert.

Der richtige Zeitpunkt für Ihre Flottenstrategie ist jetzt

Mit dem Start des europäischen Emissionshandels ETS 2 im Jahr 2028 gewinnt die CO₂-Bepreisung fossiler Kraftstoffe eine neue europäische Marktdimension. Für Speditionen wird es damit wichtiger, die Entwicklung der Energiekosten frühzeitig in die Flotten- und Investitionsplanung einzubeziehen.

Wer Verbrauchsdaten kennt, geeignete Touren elektrifiziert und Ladeinfrastruktur rechtzeitig plant, senkt Kostenrisiken und stärkt die Zukunftsfähigkeit der Flotte.

Lassen Sie jetzt gemeinsam mit CITYWATT Ihre passende Ladelösung entwickeln:

  • Analyse Ihres Lade- und Energiebedarfs im Workshop
     
  • Planung und schlüsselfertige Umsetzung der Ladeinfrastruktur
     
  • Integration von Last- und Lademanagement sowie optional Photovoltaik und Energiespeichern
     
  • Transparente Verbrauchserfassung, Abrechnung, Betrieb und Wartung auf Wunsch
     

Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin und machen Sie Ihre Flotte Schritt für Schritt fit für die Elektromobilität. CITYWATT begleitet Fuhrparkbetreiber von der Bedarfsanalyse und Planung bis zum Betrieb der Ladeinfrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Müssen Speditionen selbst CO₂-Zertifikate kaufen?

Nein. Verpflichtet sind grundsätzlich Unternehmen, die Brennstoffe wie Diesel in Verkehr bringen – beispielsweise Lieferanten, Großhändler oder Importeure. Speditionen werden jedoch voraussichtlich über höhere Dieselpreise belastet.

Wird Diesel durch den EU-ETS 2 teurer?

Der EU-ETS 2 schafft zusätzliche CO₂-Kosten für fossile Kraftstoffe. Wie stark sich diese auf den Dieselpreis auswirken, hängt unter anderem vom Zertifikatepreis, dem Rohölpreis, Steuern und der Kostenweitergabe durch Lieferanten ab. Eine verlässliche Preisprognose ist daher nicht möglich.

Eignen sich Elektro-Lkw bereits für den täglichen Einsatz?

Das hängt vom individuellen Einsatzprofil ab. Für planbare regionale Routen, feste Touren und Depotladen können E-Lkw bereits eine passende Lösung sein. Entscheidend sind unter anderem Reichweite, Nutzlast, Standzeiten, Ladeleistung und die Energieversorgung am Standort.

Wie unterstützt CITYWATT bei der Umstellung auf eine E-Flotte?

CITYWATT begleitet Unternehmen von der Bedarfsanalyse und Planung über Bau und Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur bis zu Lastmanagement, Abrechnung, Betrieb und Wartung. Auf Wunsch werden auch Photovoltaik und Energiespeicher in das Energiekonzept integriert.

Wann sollte eine Spedition mit Planung von Ladeinfrastruktur beginnen?

Idealerweise bevor die ersten Elektrofahrzeuge bestellt werden. Denn Netzanschluss, Ladeleistung, Standzeit und mögliche Erweiterungen der Flotte müssen frühzeitig berücksichtigt werden. CITYWATT unterstützt bei der Bedarfsanalyse, Planung und Umsetzung einer zukunftssicheren Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge.